Das Dilemma an einem Blog ist, dass man Zeit zum Schreiben finden muss, um all die erlebten schönen Dinge aufzuschreiben. Gerade aber wenn man schöne Dinge erlebt, findet man nicht die Zeit...
Das Semester hat einen Blitzstart hingelegt, von 0 auf 100 in etwas weniger als einer halben Woche. Alles ist wieder da. Die Kurse, die Bücher, die ausgedruckten Texte, die Kugelschreiber, die Gedanken, die Unverständlichkeit, die Begeisterung, ab und an das Gefühl von Erfolg beim Verstehen von Theorien, das Hin- und-Her-geworfen werden von den Argumenten und natürlich das leidenschaftlich Stellung beziehen (nur um dann drei Argumente später festzustellen, wie dämlich man war). Es fühlt sich gut an, wieder im Spiel zu sein. :-)
Am Wochenende hatten wir einen SnowCampingTrip geplant, der dann aber leider ausgefallen ist. Geplant war, mit acht Leuten in New Hampshire durch die White Mountains zu wandern und dann bei -20 Grad im Schnee die Zelte aufzuschlagen. Teuta und ich waren sehr enttäuscht, dass das nicht hingehauen hat, weil uns so ein blöder Schneesturm den Wind aus den Segeln... also, einen Strich durch die Rechnung gemacht hat! Kompensiert wurde das mit einigen netten Stündleins in Amherst Coffee, sowie mit einer ausgiebigen, sonnigen, sonntäglichen Joggingsession durch den weißen Wald. War super, vor allem, nachdem wir ungefähr drei Stunden lang Teutas ungeordnete (!!!) Musikdateien auf meinen alten Ipod gespielt haben – und dabei meine überwältigend ordentliche und typisch deutsche Itunes-Ordnung zerschossen haben... Nächste Woche ist Erstihütte mit Eisklettern! Mal schauen, ob ich da mitkomm...
Boston letztes Wochenende war super. Das NBA Spiel Boston Celtics gegen Portland Trail Blazers war sehr interessant zu sehen und (am Ende) sehr spannend. Wieder einmal allerdings fühle ich mich in meiner Einschätzung des Basketballsports an sich bestätigt. Drei Viertel des Spiels kannst du einfach, wie mein alter Fußballlehrer Kemal zu sagen pflegte, “de Haasa gäba”. Vor dem Spiel: geniale Stimmung, Musik, Trarara, Fangesänge, Nationalhymne, Mördershow, geile Mucke. Dann Einlauf der Spieler: theatralische Musik, alle feiern und gehen ab, die Lichtershow, die Lichter gehen aus, dann, aus der völligen Dunkelheit, der markerschütternde Schrei von Kevin “KG” Garnett auf dem Videowürfel – Gänsehaut pur. Und dann geht das Spiel los. Stille. Bis zum letzten Viertel versucht der Videowürfel ab und an, die Leute zu motivieren, ein wenig abzugehen. Klappen tuts aber nicht.
Dennoch: die Athletik und die Bewegungen waren sehr genial, mal live zu erleben. NBA ist halt schon was Besonderes.
Sodele, ich werde versuchen, wieder häufiger zu schreiben. Jetzt gehts ans Lesen!
tschü.
Hier noch einige, mehr oder weniger sinnvolle, Eindruecke aus Boston:
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