Montag, 28. Dezember 2009

Gedanken zwischen LAX und GIG

Zu Beginn heute ein kleines Schild, das ich lustig finde. Wer findet es noch lustig? (Ab und an muss ich überprüfen, ob mein Studium mich zum totalen Freak gemacht hat...)



Hier sitze ich am Flughafen von Los Angeles und finde kein Wireless Internet. Das es heutzutage in Deutschland immer noch Flughäfen ohne eine kostenlose Internetverbindung gibt... gut, das ist halt Deutschland. Hoffen wir, dass Stuttgart im Rahmen des Projekts 21 auf die Idee kommt, dass die internationalen Geschäftsmänner in der neuen Weltstadt Stuttgart dann auch mal gern vor ihrem Flug Mami daheim anskypen... Aber hier in Amerika? Jede mittelgroße Mormonenstadt in Utah hat ein public network!! (So hört man wenigstens...) Naja, schreiben und atmen kann man ja ohne Internet...

Neulich ist mir aufgefallen, dass 2009 das erste Jahr in meinem Leben war/ist, in dem ich länger nicht in Deutschland als in Deutschland war. Mit zwei Monaten Mauritius und vorher/nachher ein paar Tage Rom und jetzt Amerika hab ich mehr als sechs Monate im Ausland verbracht. Fühlt sich schon ein wenig seltsam an, irgendwie...

Die letzten paar Tage bei Renate und Dieter in der Wüste waren sehr erholsam. Ich hatte genügend Zeit, mich einer meiner großen Leidenschaften zu widmen: Geschichten. Roman, Hörbuch, Filme, Serien, Kino – alles hab ich mir reingezogen. Höhepunkt war zweifellos der Kinofilm Avatar, den ich in 3D hier im Kino sehen konnte, vor einigen Tagen. Ein wunderbar unterhaltsamer Film, der mir mit seiner beeindruckenden Technik und den genialen Bildern schon zeitweise den Atem geraubt hat. Extrem cool! Das Drehbuch hat seine Schwächen, ja. Es ist halt auf einer abstrakten Ebene betrachtet auch nicht gerade eine neue Geschichte. Es kam mir ein wenig vor wie eine moderne Version von Pocahontas mit umgekehrten Geschlechterrollen. Aber was James Cameron (Autor und Regisseur) auszeichnet, ist, dass er massentaugliche Blockbuster drehen kann, ohne die ganz kitschigen Szenen drinnen zu haben. Hat man auch bei Titanic schon gesehen (Interessant war ein Teil von James Cameron's Rede in Hollywood vor einigen Tagen. Da meinte er: “Mich hat bei Titanic das gewaltige Schiff und das Leben darauf interessiert. Davon wollte ich erzählen. Die Liebesgeschichte war der Preis, den ich dafür bezahlen musste.”) Und so schafft es Cameron auch in Avatar, die Liebesgeschichte in einen packenden Film hineinzupacken, so dass auch von naiver Dirty-Dancing-Romantik geplagte Seelen ihren Spaß daran haben können. In einigen Szenen erwartet man schon in fester Überzeugung typische Hollywood Melodramatik, um dann aber – Gott sei Dank – enttäuscht zu werden. Fast meint man, Cameron spiele ein wenig mit dem Zuschauer. Die Action ist genial, bisweilen brutal, und – hört hört! - auch nicht zu ausufernd. Außerdem sehr beeindruckend ist Camerons Gespür dafür, welche Szenen er zeigt und welche nicht. Es soll nicht zuviel verraten werden, aber die Art und Weise, wie der Protagonist die Na'vi für sich zurückgewinnt... eine supercoole Szene, von der dann das wichtigste gar nicht gezeigt-, sondern der Fantasie des Zuschauers überlassen wird – super! Und die vielleicht packendsten letzten 10 Sekunden seit The Dark Knight geben dem Film einen mehr als runden Abschluss (Hat Christopher Nolan ja jetzt anscheinend Hollywood damit angesteckt, den Filmtitel erst ganz am Ende des Filmes zu zeigen...). Insgesamt ein super Unterhaltungsfilm ohne viel Tiefgang (und besser als Titanic)!

Amerikanisch ist eine Sprache der Superlative. Hier ist alles am größten oder am Besten. Bei Burger King isst man den Big King XXL oder den Tripple Whopper Deluxe. Die nationale Sportliga nennt sich schon einmal 'World Series', die Landesvorwahl ist schlicht die 01 und gefühlte 85% der Amerikaner sind wie selbstverständlich davon überzeugt, im 'Greatest country of all' zu leben.
Schwäbisch dagegen ist eine Sprache der Minilative (Wort spontan frei erfunden). Hier isst man Flaischkiachle, Wirschdle oder a Kordofflsalädle, und getrunken wird ab und an ein Bierle. Schwaben sind keine Menschen der Superlativen, nein, im Schwabenländle ist man bodenständig. Mit Befremden schaut der Schwabe darum auf den sich selbst feiernden Amerikaner, der die linguistische Selbstbeweihräucherung quasi mit der Muttermilch verabreicht bekommt.
Umso interessanter ist es, mit zu erleben, wie sich der Schwabe in Amerika einleben kann. Dieter und Renate leben in einem netten 'neighbourhoodsle' und wenn es kalt ist, dann wird ganz unkompliziert das 'heaterle' angeschalten. Die beiden sind damals in die USA ausgewandert, weil es hier einfacher war, selbstständig und unabhängig ein Leben von Grund auf aufzubauen. Weniger Bürokratie, ein freierer Markt. Darauf schwören die beiden und wenn man in ihrem Häuslein in Palm Desert sitzt, dann merkt man auch, dass diese Philosophie etwas für sich hat. Die beiden lieben die USA, haben vor einiger Zeit ihre Deutsche Staatsbürgerschaft gar gänzlich aufgegeben, um fortan ihr Dasein als waschechte Amerikaner zu fristen. Zumindest auf dem Papier.
Fakt ist nämlich: Renate und Dieter sind schwäbisch geblieben (Renate: “Domols war i in Nei-York ond hab dem Dieterle angerufen!”). Nach wie vor werden Spätzle gekocht und auch des Kartoffelslädle darf nicht lange fehlen. Mit schwäbischer Bodenständigkeit wird dann auch so manche amerikanische Lebensart analysiert und hinterfragt. So zum Beispiel der katholische Gottesdienst. Dieter: “Ha woisch, da schaffsch du finfasechzg Schdonda en dr Woch, hosch daheim Familie mit rer Frau ond drei Kender, om di du de sorgavoll kimmersch, ond noa goasch du Sonndichs end Kirch und noa schreit der Seggel vo dr Kanzel ra, du seiesch an Sünder ond missesch om Vergebung bidda! Do han i mi omguckt ond mi gfragt: Was? Moint der mi?””
Oder Renate zum Thema 'Moses und überhaupt': “Ond dann läuft der virrzig Johr lang duarch d Wüschde, der Maaa! Hätt der Kerle oimol noch am Wäg gfroget! Aber so senn se halt, die Kerle...”
Und so schützt einen eine schwäbisch-nüchterne Art in den USA gleichermaßen vor uferlosem Sprachgebrauch (“Big King XXL...? Ha jetzet dennamol a bissl s Gas weg...”), wie auch vor der beinahe unvermeidlichen ungesunden Ernährung (“Ha woisch, wenn de dr liabe lange Daag des Klomp frisch, no gosch am Däfer na!”). Und so leben Renate und Dieter den Mittelweg zwischen amerikanischer Superlative und schwäbischer Minilative. Diese beiden Lebensarten scheinen sich, in der Praxis betrachtet, auch recht gut zu ergänzen (in beiden Sprachen scheint das Ich dasselbe Gewicht zu haben; spricht man doch über sich selbst nur mit einem einzigen Buchstaben: dem 'i'. Wenn auch der Schwabe niemals auf die Idee käme, es groß zu schreiben...) Renate und Dieter führen ein ausgewogenes Leben, in schwäbischer Bodenständigkeit und mit amerikanischer Herzlichkeit und Lebensfreude, in der warmen Sonne Kaliforniens. Mit Herz und Seele sind sie schwäbische Amerikaner.

Die USA ist tatsächlich größer als Europa. Schaut euch mal ne Weltkarte an! Da verwundert es auch nicht, dass dieses Land so viele verschiedene Gesichter hat... wie in Europa ist auch hier fast für jeden was dabei!

So, am Flughafen kommt gerade die Durchsage: “All passengers to Rio de Janeiro, please board at gate 12. Your airplanele has arrived.”

Juheissassa!

Mittwoch, 23. Dezember 2009

California Dreamin'

Hach, welch geruhsame Tage ich hier doch erlebe. 10 Stunden schlafen, dann frisch gepresste Säfte und einen Bagel zum Frühstück. Anschließend eine Runde Emails und Facebook checken (darf natürlich auch im Urlaub nicht fehlen) und dann ein Buch und den IPod geschnappt und ab gehts raus auf die Veranda. T-Shirt ausziehen und in der Sonne liegen, bei ca. 25 Grad im Dezember. La dolce vita.
Die zweite Tageshälfte haben wir dann genutzt, um mir der 'weltgrößten' Trambahn hinauf auf einen Berg hier in der Nähe zu fahren (hier in Amerika ist alles entweder 'the World's greatest or biggest'), wo es eine wunderschöne Aussicht und ein gemütliches Reschdorentle gab.
Dann sind wir noch unten in Palm Springs ein wenig durch die Straßen gelaufen und haben in Dieter und Renate's altem Wohngebiet (wo wir auch 10 Jahre nach deren beider Auszug immer noch reinkamen, weil die beiden immer noch den Funkcode für das elektrische Tor im Auto gespeichert haben) ein paar Früchte von den Bäumen stibitzt, die wir jetzt gerade eben im Mixer fröhlich zubereitet haben. Pampelmusen-Orangensaft, frisch und ungespritzt von den Bäumen Kaliforniens! Mjam mjam!

Ich weiß noch nicht genau, ob wir morgen am heiligen Tage in die Kirche gehen abends, wahrscheinlich gehen wir einfach ins Kino!
Renate, Dieter und ich wünschen euch allen ein frohes Feschdle! Genießt die Zeit und wenn euch das Leben eine Pampelmuse gibt, macht Saft daraus!







Montag, 21. Dezember 2009

Lichter, Brueste, 20 Dollar

Auf dem Highway, der von LA nach Osten hinein fuehrt, sagt Renate zu mir, dass wir einen kleinen Umweg machen. Quasi als Ueberraschung. Wow, meine ich und bin ein wenig aufgeregt, weil ich ueberhaupt keine Ahnung habe, wo es hingeht. An einer Autobahnraststaette rede ich mit einem Maedchen, das gerade eine Raucherpause macht und erzaehle ihr die Geschichte von der geplanten Ueberraschung. Sofort weiss sie, wo es hingeht, ich aber bitte sie in einem Anfall von spontaner Selbstdisziplin, es mir nicht zu sagen.
Wieder auf der Strasse klaert sich das Bild langsam. Strassenschilder mit der Aufschrift “Las Vegas” mehren sich. Ich meine zu meinen beiden Tourguides, dass ich das ziemlich krass und ueberhaupt irgendwie hammerhart faende, dass wir nach Las Vegas fahren.

Das Tropicana ist eines der aelteren Hotels, aber nichtsdestotrotz mit einer super Lage direkt am Strip. Las Vegas ist voellig verrueckt. Riesige, dekadente Bauten, Glas Limos etc. etc. und ueberhaupt hat man den Eindruck, dass man mit der monatlichen Stromrechung von Las Vegas halb Afrika mit sauberem Trinkwasser versorgen koennte.
Es gibt viel zu sehen. Am ersten Abend machen wir nicht mehr viel, schauen uns die riesige Leinwandshow am Freemont an und schiessen ein Foto mit mir und dem riesigsten Goldnugget aller Zeiten von der Welt und wahrscheinlich auch vom Universum.
Am zweiten Tag dann stand das Gluecksspiel an. Am Blackjacktisch hatte ich so nach 15 Minuten und einigen gluecklichen Entscheidungen aus meinen 20 Dollar 80 gemacht und stieg dann aus. 60 Dollar Gewinn, fuer das erste Mal Blackjack nicht schlecht, wie ich fand. Dann fuhren wir zum 'Stratosphere-Tower', einem ca. 300 Meter hohen Aussichtsturm mitten in Vegas, der interessanter Weise auf der Spitze einen Freefall-Tower und zwei kleine Achterbahnattraktionen zu bieten hat. Ich bin natuerlich sofort hoch, Renate und Dieter blieben unten, und habe mich in die 'Insanity' Attraktion gesetzt. Da setzt man sich in einen Sitz, wird angeschnallt und dann 300 Meter ueber Las Vegas ueber den Rand der Plattform hinausgeschwungen und rotiert. Ein geiles Gefuehl!
Danach gings in den Freefalltower, den ich aus SixFlags ja schon kannte und deshalb sehr geniessen konnte. Der war nochmal ca. 40 Meter hoch. In den paar Sekunden dort oben bot sich mir ein wunderschoener Ausblick ueber die Daecher der Casinos hinweg in die Vorstaedte, ueber das Tal und die Sierra Nevada hinweg bis zu den schneebedeckten Bergen am Horizont.
Ein weiteres Highlight an diesem Tag war unser Besuch im Bellagio, ein Casino, welches einige vielleicht aus einem der Ocean's Eleven Filme kennen. Eine beeindruckende Wassershow auf dem See vor dem Casino, danach ein sehr angenehmes Essen im Cafe Bellagio, einem sehr stilvoll und prunkvoll eingerichteten Lokal, fuer welches man abends schonmal eine Stunde in der Schlange stehen muss.
Anschliessend gings dann zum Bally's, wo wir nach einiger Zeit des Wartens, 40 verlorenen Dollars am Blackjacktisch und einer langen und interessanten Diskussion in einem Cafe in KleinParis dann schliesslich in das Theater hineingelassen wurden, um eine klassische Las Vegas Dance Show zu sehen; mit ohne Oberkoerperbekleidung. Eine sehr schoene und aesthetische DanceShow mit ziemlich ausgefallenen Kostuemen, schoenen Bruesten und extrem coolen Jongleuren und Artisten in den kleinen Pausen zwischen den Tanzauftritten. Ich kann wohl mit recht sagen, dass die Artisten mindestens so gut waren wie jene, die ich vor einigen Wochen im Cirque de Soleil in Amherst gesehen habe. Hut ab!
Am Abend waren wir dann voellig im Eimer und sind schnell ins Bett. Morgen sollte es ja schon wieder zurueck gehen. So interessant Las Vegas ist, arg lange koennte ich es in dieser Welt voller Blinklichter, dem Wunsch nach Reichtum und leeren Lebensinhalten nicht aushalten. Es war mega interessant und unheimlich grosszuegig von Renate und Dieter, mich hier herzubringen! Danke dafuer!

Am naechsten Tag haben wir dann noch einen Abstecher zum Hooverdamm gemacht. Ein Riesendamm, der in den 30er Jahren direkt an der Grenze zwischen Nevada und Arizona erbaut wurde.
Zwei sehr coole Tage mit einer Vielzahl an genialen Sachen habe ich hinter mir. Jetzt nutze ich die Ruhe in Palm Desert, um es mir mal so richtig gemuetlich gehen zu lassen!








Schdars ond Schdernla

Auch mein zweiter Tag in LA mit Renate und Dieter, den beiden schwaebischen Weltbuergern, war sehr ereignisreich. Hollywood stand auf dem Programm. (Renate: “Desch halt scho a netts neighbourhoodle!”).
Recht schnell hatten wir uns entschieden, eine Tour hinauf zu den Hollywood Hills zu machen, wo man eine gute Aussicht auf den weltberuehmten Schriftzug hat. Jeremy, unser Tourguide, hat uns zusaetzlich noch mit einigen der in LA nicht aus dem Leben der Bevoelkerung wegzudenkenden Klatschstories ueber die Stars und Sternchen der Region ausgestattet.
Danach gabs dann ne echte Ueberraschung. Wir biegen gerade mit unserem Tourwagen um die Ecke und fragen uns, warum da so ne Menschenmenge auf dem Gehweg steht, als auch schon ein Mann am Mikrofon verkuendet: “Ladies and Gentlemen, please welcome the governor of the state of California, Arnold Schwarzenegger!” Und tatsaechlich, da kommt Arnold ans Mikrofon, ca. 30 Meter entfernt auf der anderen Strassenseite und haelt eine Rede.
Wir haben uns das natuerlich nicht entgehen lassen. Der Anlass war der neue Stern auf dem Walk of Fame von James Cameron, dem Regisseur von Terminator, Titanic und Avatar. Cameron selbst kam dann auch noch, angekuendigt von Sigourey (?) Weaver, und hat auch noch ne nette kleine Rede gehalten - ueber Ruhm und das Filmgeschaeft. War echt interessant, dieser Sache mal beizuwohnen! Anschliessend habs Sushi (“Desch a subber reschdoraendle!”).

Danach sind wir dann noch ein wenig das Hollywood Boulevard besichtigt, sind einfach die Strasse hoch und runter gelaufen und haben uns die Sterne, den Trubel und die Menschen angeschaut.
Frueh am Nachmittag sind wir dann zurueck zum Auto und haben uns auf den Weg nach Palm Desert gemacht. Zumindest dachte ich das. Wie sich herausstellen sollte, lag ich da aber falsch...

















Donnerstag, 17. Dezember 2009

Farewell before Christmas '09

Unser Abschlussvideo. UMass One.


http://www.youtube.com/watch?v=jJbkeEyB4qc

479

4 Points, Sheraton, Airport of LosAngeles. Vodka und Orangensaft im Glas, im Fernseher rammt ein Polizeiauto gerade einen Autobahnraser, der seit einer Stunde auf der Flucht war. Das Fluchtauto dreht sich einmal, kommt auf dem Seitenstreifen zum Stehen und der Fahrer wird festgenommen, mit einem Handtuch auf dem Kopf. Wohl, um die Persönlichkeitsrechte zu bewahren oder so.

TakeHomeExam in Ethical Theory am Flughafen fertig überarbeitet, Essay über Kripke im Flugzeug fertig geschrieben... nun war ich reif für Ferien! Renate und Dieter haben mich herzlich am Flughafen empfangen, danach gings ins Hotel, wo wir dann noch bis zwei Uhr morgens lebendigst diskutiert haben. Meine Flognummervon BOS nach LAX war dieselbe wie unsere Zimmernummer im Sheraton! Schicksal, ich hör dir trapsen...
Am nächsten morgen kurze Hose übergestreift und ab nach Venice Beach. Sehr alternative Atmosphäre, hätte ich nicht erwartet. SkaterParks, Tatoo-Shops, Botox-Shops und Tshirts und Uhren und und und... Alles begleitet von Gitarrenmusik und auf Inline-Skates dahinrasenden Miniröcken. Habe mir eine Sonnenbrille gekauft und Renate und Dieter haben mir FlipFlops geschenkt, als Weihnachtsgeschenk. So war ich dann auch bestens ausgerüstet für unseren kleinen Tagestrip über Venice Beach nach Malibu, dann wieder nach Santa Monica und hinaus aufs Riesenrad! Und so geht mein erster Tag in California auch schon zu Ende. Einige merkwürdige Dinge gab es hier zu sehen(Eiswürfel in Pissoirs, seltsame Wohnwagen, eine Trapezschule und FlipFlops mit Socken!!!)- vor allem aber das Meer! Juhu! Und die Sonne! Im Dezember! Wow hat das gut getan...
Jetzt werde ich den Vodka beenden und mich dann schlafen legen. Morgen gehts nach Hollywood!

so long

PS. Bilder kann man wieder durch klicken vergrößern!















Samstag, 5. Dezember 2009

Dienstag, 1. Dezember 2009

Roadtrip

So, da bin ich wieder. 5 Tage. Knapp 900 Meilen. Washington DC, Philadelphia, Atlantic City. Es war eine sehr schöne Reise, mit wahnsinnig viel zu sehen und natürlich immer etwas zu wenig Zeit, um das zu machen, was wir alles machen wollten. Der Verkehr war die Hölle. Am ersten Tag brauchten wir 11 anstatt 6 Stunden von Amherst nach Washington DC - Thanksgiving-Verkehr. Und aufgrund des Feiertages war Washington dann auch eher eine Geisterstadt als die geschäftige und chaotische Hauptstadt der (wohl immer noch) mächtigsten Nation unseres Planeten. Was allerdings auch Vorteile hatte. Die Strassen waren leer, ebenso die Museen. Das Natural History Museum in Washington (vielleicht bekannt aus dem Hollywood Film 'Nachts im Museum') war das genialste Museum, in dem ich jemals war. Riesige Dinosaurierskelette, 3D- Kino, eine Riesenmenge ausgestopfte Tiere, Computeranimationen, Touchscreens etc. etc. etc. - und alles umsonst. Beeindruckend. Und dann natürlich die Klassiker: Das weiße Haus (kleiner und unbeeindruckender als erwartet), das George Washington Monument (der riesige Obelisk), das WorldWar2-Memorial... alles sehr interessant und beeindruckend. Insgesamt hat mir Washignton als Stadt aber nnicht so gut gefallen. Alles zu schnieke und imposant, ohne wirklich Atmosphäre zu haben, was vielleicht aber auch an der Leere der Straßen und dem schlechten Wetter lag...
Philadelphia, eine charismatische Stadt mit vielen alten Gässchen und historischen Stätten, aber nicht so vielen ganz großen Sehenswürdigkeiten. Die Liberty Bell, eine Glocke, die schon zur Unabhängigkeitserklärung 1776 geläutet hat und das Häusschen, in dem die erste Flagge der USA hergestellt wurde, waren da schon die Höhepunkte. Trotzdem eine sehr nette Atmosphäre in der Stadt, leider waren wir nur 5 Stunden dort.
Dann gings nach Atlantic City, dem Las Vegas der Ostküste. Bunte Lichter, schicke Karren, Casinos, Stripclubs - typisch eben. Wir haben uns dann ein wenig in Schale geworfen und sind losgezogen. Im Casino hatten wir dann nicht besonders viel Glück. Ich habe angefangen, Roulette zu spielen. Ich habe 20 Dollar auf schwarz gesetzt (es kam rot). Dann hat Friedi 20 Dollar auf rot gesetzt (es kam schwarz). Dann hat Steffen 20 Dollar auf schwarz gesetzt (es kam rot). Dann hat Daniel 20 Dollar auf ungerade gesetzt (es kam gerade). Nick hat dann aber schließlich 25 Dollar gewonnen und auch Alex hat sich die Übernachtungskosten für Atlantic City am BlackJack-Tisch wieder reingeholt. Am erfolgreichsten war Gianina, die mit 50 Dollar am Roulette-Tisch eingestiegen ist und nach 40 Minuten 700 Dollar Gewinn gemacht hatte. Dann allerdings gings etwas zurück und sie lief mit 250 Dollar nach Hause, was auch noch ein ganz guter Schnitt ist...
Wir Männer waren dann noch kurz im schlechtesten Striplokal aller Zeiten (okay, was soll man bei 5 DOllar Eintritt auch erwarten...? Anfängerfehler, aber bisher waren die Dinger auch immer umsonst (Bangkok, Konstanz...)!) 
Am nächsten morgen hatten wir dann zwei sehr nette Stunden am Strand, bevors durch den Horrorverkehr 10 Stunden nach Hause ging (eigentlich hätten wir viereinhalb brauchen sollen). Aber ich denke, ich habe einen neuen Gruppenrekord von New York nach Amherst aufgestellt, indem ich beständig 80 in der 65er Zone gefahren bin, ohne erwischt zu werden (zumindest bis jetzt). Naja, das ist das komische hier. Du darfst nur 65 fahren (104km/h), keiner hält sich wirkich dran und dann ziehen auch noch 8-achsige LKWs mit 75 (120 km/h (!) ) an dir vorbei... und da heißt es, wir wären ein Raserland... naja, bisher ist noch kein Blitzfoto angekommen...
Es gibt viel zu erzählen, aber ich lasse jetzt einfach mal die Bilder sprechen! In den Casinos war fotografieren leider verboten (Rauchen war erlaubt).




Von hinten nach vorne und von links nach rechts: Friedi (Germany), Nik (Cyprus), Marcella (Brazil), Omar (Germany), Teuta (Albania), Mister Friedl (Germany), Gianina (Switzerland), Alex (Germany), Manuel (Spain), Daniel (Brazil), me and Aless (Germany)




Hinfahrt: Amherst - Washinton DC





Marsch zum Capitol Hill



Aless und ich am WorldWar2-Monument







Mit leeren Taschen vor dem Department of Treasury (Finanzministerium)





Alex hat alles im Griff





In Philadelphia kannte Daniel den Barkeeper - und da wurde es dann lustig...





Der Weihnachtsmann ist natürlich auch schon im November unterwegs












Nach dieser kleinen Aktion wurden wir von einem Sicherheitsbeamten des Geländes verwiesen. Einen Moment lang hatte ich noch überlegt, mit der Religionsfreiheit zu argumentieren...





Die Damen vor unserem Casino-Abend in Atlantic City





Und die Herren vor dem Caesar's in AC





Am Strand von Atantic City - kleines Nickerchen nach dem Frühstück









Das Wasser war extrem erfrischend...




Die Library of Congess - größte Bibliothek der Welt. Man konnte hinein, gelangte aber dummerweise und auch irgendwie paradoxer Weise nicht in den Bereich mit den Büchern...





Motel 6 - forever. Unvergesslich: Wie wir unsere Keycards nicht in Kontakt mit Schlüsseln, Mobiltelefonen oder anderen Karten bringen durften (also irgendwie mit allem, was man gewöhnlicher Weise in den Taschen mit sich herumträgt), weil sie sonst irgendwie verentmagnetisiriert wurden und nicht mehr funktionieren tun wollten...





Alte Bekannte...





Mister Friedl und Friedi bei einer kleinen Rast





Das komplette Team, inklusive eines Chryslers und zwei Hondas. Kurz: LEGENDARY!!! :-)




Bis bald!